Das sichere Zuhause
Raum für Raum durch die Wohnung: wo Sturzgefahren lauern, welche Hilfsmittel helfen und welchen Zuschuss die Pflegekasse für Umbauten zahlen kann.
Kurz erklärt
Viele Gefahren in der Wohnung lassen sich mit kleinen Änderungen entschärfen: gutes Licht, freie Wege, Haltegriffe und rutschfeste Böden. Für größere Umbauten wie eine bodengleiche Dusche kann die Pflegekasse ab Pflegegrad 1 einen Zuschuss von bis zu 4.180 € je Maßnahme zahlen. Hilfsmittel wie ein Pflegebett werden oft leihweise gestellt. Klicken Sie sich unten durch die Räume.
Ein Sturz verändert oft viel. Nach einem Sturz haben manche Menschen Angst, sich zu bewegen, und werden dadurch unsicherer. Umso wichtiger ist es, die Wohnung so zu gestalten, dass sie Halt gibt. Am besten gehen Sie einmal in Ruhe durch alle Räume, am liebsten gemeinsam mit dem Menschen, der dort lebt.
Stürzen vorbeugen
Viele Gefahren lassen sich mit wenig Aufwand beseitigen: lose Teppiche entfernen, Kabel sichern, Wege frei räumen und für helles Licht sorgen, besonders nachts auf dem Weg zur Toilette. Feste Schuhe mit rutschfester Sohle geben mehr Sicherheit als Pantoffeln. Auch Bewegung und genug Trinken tragen dazu bei, sicher auf den Beinen zu bleiben, mehr dazu unter Gesundheit im Pflegealltag.
Umbauen mit Zuschuss
Manchmal reichen kleine Änderungen nicht, etwa wenn der Einstieg in die Badewanne zu hoch wird oder die Treppe zum Hindernis. Für eine solche Wohnraumanpassung kann die Pflegekasse ab Pflegegrad 1 einen Zuschuss von bis zu 4.180 € je Maßnahme zahlen. Sprechen Sie vor Beginn der Arbeiten mit Ihrer Pflegekasse.
Hilfsmittel nutzen
Haltegriffe, ein Duschhocker, ein Rollator oder ein Pflegebett können den Alltag deutlich sicherer machen. Technische Pflegehilfsmittel wie ein Pflegebett stellt die Pflegekasse oft leihweise zur Verfügung. Wie man sie richtig einsetzt, zeigen wir Angehörigen in einer kostenlosen Pflegeschulung bei Ihnen zu Hause.
Unten können Sie sich Raum für Raum durch eine Wohnung klicken und sehen, worauf es jeweils ankommt. Welche Zuschüsse und Hilfen für Sie infrage kommen könnten, zeigt der Leistungs-Navigator.
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Alle Räume und Tipps im Überblick
Eingang
Am Eingang beginnt und endet jeder Weg nach draußen. Hier geht es um Stufen, Licht und darum, dass Hilfe gut ins Haus kommt.
Schwelle und Stufen
Türschwellen und Stufen vor dem Eingang sind typische Stolperfallen und für Rollator oder Rollstuhl ein Hindernis. Oft helfen eine kleine Rampe oder das Absenken der Schwelle. Für solche Umbauten kann die Pflegekasse einen Zuschuss von bis zu 4.180 € je Maßnahme zahlen.
Wohnung barrierearm umbauen: Zuschuss und TippsLicht vor der Tür
Im Dunkeln werden Stufen und Kanten leicht übersehen, und das Schlüsselloch ist schwer zu finden. Eine helle Außenleuchte mit Bewegungsmelder schaltet sich von selbst ein und lässt beide Hände frei.
Stürzen vorbeugen: kostenlose PflegeschulungSchlüssel und Zugang
Wenn ein Pflegedienst regelmäßig kommt oder im Notfall jemand schnell hinein muss, stellt sich die Frage nach dem Schlüssel. Manche Familien geben einen Schlüssel an Nachbarn oder Vertraute, andere nutzen einen Schlüsselsafe. Welche Lösung passt, besprechen Sie am besten gemeinsam mit dem Pflegedienst.
Was macht ein ambulanter Pflegedienst?Klingel und Briefkasten
Eine Klingel, die man nicht hört, oder ein Briefkasten in Kniehöhe werden im Alltag schnell zur Hürde. Ein lauter Gong oder eine Lichtklingel und ein Briefkasten auf Greifhöhe helfen. Ein gut lesbares Namensschild erleichtert Pflegekräften und Rettungsdienst das Finden.
Wohnung barrierearm umbauen
Flur
Der Flur verbindet fast alle Räume, auch auf dem nächtlichen Weg ins Bad. Freie Wege und gutes Licht sind hier besonders wichtig.
Freier Laufweg
Kommoden, Kisten oder Wäschekörbe engen den Flur ein, gerade mit Rollator wird es dann schnell eng. Räumen Sie den Weg so frei, dass man sicher und ohne Ausweichen gehen kann. An einer Wand kann ein zusätzlicher Handlauf Halt geben.
Bewegung, Schlaf und SturzvorbeugungLicht im Flur
Ein dunkler Flur ist nachts eine echte Gefahrenstelle. Lichtschalter an beiden Enden oder ein Nachtlicht mit Bewegungsmelder sorgen dafür, dass niemand im Dunkeln tasten muss. Das gibt auch Menschen mit Demenz mehr Orientierung.
Alltag mit Demenz: Orientierung und SicherheitSchuhe und Garderobe
Herumstehende Schuhe sind Stolperfallen, und das Anziehen im Stehen bringt viele aus dem Gleichgewicht. Ein fester Platz für Schuhe und eine stabile Sitzgelegenheit zum Anziehen helfen. Feste Schuhe mit rutschfester Sohle sind sicherer als ausgetretene Pantoffeln.
Stürzen vorbeugen: Bewegung und feste Schuhe
Wohnzimmer
Im Wohnzimmer verbringen viele Menschen den größten Teil des Tages. Mit wenigen Handgriffen wird es zu einem Raum, in dem man sich sicher bewegen kann.
Teppiche und Läufer
Lose Teppiche, hochstehende Ecken und kleine Läufer gehören zu den typischen Stolperfallen. Entfernen Sie sie am besten oder befestigen Sie sie rutschfest. Für Rollator und Rollstuhl sind glatte Böden ohnehin leichter zu befahren.
Kostenlose Pflegeschulung zur SturzvorbeugungKabel
Kabel von Lampen, Fernseher oder Telefon, die quer über den Weg laufen, werden leicht übersehen. Führen Sie sie an der Wand entlang oder in einem Kabelkanal. Eine zusätzliche Steckdose an der richtigen Stelle erspart oft lange Verlängerungskabel.
Hauswirtschaft und Betreuung für ein sicheres ZuhauseRollator
Ein Rollator gibt Sicherheit, aber nur, wenn er richtig eingestellt ist und genug Platz hat. Die Griffhöhe sollte passen und die Bremsen sollten zuverlässig greifen. Wie man ihn sicher nutzt, auch beim Hinsetzen, zeigt eine Pflegeschulung.
Hilfsmittel richtig einsetzen: Pflegeschulung zu HauseLicht und Lichtschalter
Wer im Halbdunkel aufsteht, übersieht leicht ein Hindernis. Sorgen Sie für helles, blendfreies Licht und einen Lichtschalter oder eine Lampe, die man vom Sessel aus erreicht, ohne aufzustehen.
Wohnung barrierearm umbauenSessel und Bewegungsfläche
Ein tiefer, weicher Sessel macht das Aufstehen schwer. Ein Sessel mit festen Armlehnen und passender Sitzhöhe hilft, sicher hochzukommen. Zwischen den Möbeln sollte genug Platz bleiben, um sich mit Gehhilfe zu bewegen.
In Bewegung bleiben, Stürze vermeiden
Küche
In der Küche geht es um mehr als Sicherheit: Hier entscheidet sich, ob genug getrunken und gegessen wird und ob Medikamente richtig eingenommen werden.
Herd
Ein vergessener Topf auf dem Herd kann schnell gefährlich werden, besonders wenn das Gedächtnis nachlässt. Eine automatische Herdabschaltung und ein Rauchmelder geben zusätzliche Sicherheit. Bei zunehmender Vergesslichkeit ist es sinnvoll, gemeinsam zu überlegen, wer das Kochen übernimmt.
Alltag mit Demenz: Sicherheit in der KücheGenug trinken
Im Alter lässt das Durstgefühl häufig nach, und wer zu wenig trinkt, kann schwindelig und unsicher werden. Stellen Sie Getränke gut sichtbar bereit und verbinden Sie das Trinken mit festen Zeiten. Wie viel richtig ist, klären Sie bitte ärztlich.
Trinken und Ernährung im AlterEssen und Einkaufen
Wenn Einkaufen und Kochen schwerfallen, werden Mahlzeiten oft einseitig oder ausgelassen. Kleine, regelmäßige Portionen und gemeinsames Essen helfen. Unterstützung beim Einkaufen und bei der Zubereitung von Mahlzeiten kann auch eine hauswirtschaftliche Hilfe übernehmen.
Hilfe beim Einkaufen und KochenMedikamente
Wer mehrere Medikamente nimmt, verliert leicht den Überblick. Ein aktueller Medikamentenplan und eine Wochen-Dosierbox machen sichtbar, was schon genommen wurde. Klappt das allein nicht mehr, kann ein Pflegedienst Medikamente nach ärztlicher Verordnung richten und geben.
Medikamente im Pflegealltag sicher handhabenAlles in Griffhöhe
Das Steigen auf Stühle oder Tritte, um an hohe Schränke zu kommen, führt leicht zu Stürzen. Räumen Sie häufig Benötigtes auf Höhe zwischen Hüfte und Schulter. Schweres gehört nach unten, aber nicht so tief, dass man sich weit bücken muss.
Küche und Wohnung barrierearm gestalten
Schlafzimmer
Das Aufstehen am Morgen und der Weg zur Toilette in der Nacht sind besonders sturzgefährdete Momente. Im Schlafzimmer lohnt deshalb ein genauer Blick.
Pflegebett
Ein zu niedriges oder zu weiches Bett erschwert das Aufstehen und die Pflege. Ein höhenverstellbares Pflegebett erleichtert beides und schont den Rücken der Angehörigen. Technische Pflegehilfsmittel wie ein Pflegebett stellt die Pflegekasse oft leihweise zur Verfügung.
Pflegehilfsmittel: was die Pflegekasse übernimmtNachtlicht
Wer nachts im Dunkeln aufsteht, ist oft noch schlaftrunken und unsicher. Ein Lichtschalter in Reichweite des Bettes und ein Nachtlicht mit Bewegungsmelder auf dem Weg ins Bad helfen, sicher anzukommen.
Stürzen vorbeugen: Pflegeschulung zu HauseAufstehen und Umsetzen
Beim Aufstehen aus dem Bett oder beim Umsetzen in den Rollstuhl kommt es leicht zu Stürzen, und Angehörige verheben sich schnell. Erst einen Moment auf der Bettkante sitzen bleiben, dann langsam aufstehen. Wie Sie rückenschonend beim Umsetzen helfen, lernen Sie in einer kostenlosen Pflegeschulung.
Rückenschonend helfen: kostenlose PflegeschulungHausnotruf
Wer allein lebt und nach einem Sturz nicht mehr aufstehen kann, braucht eine Möglichkeit, Hilfe zu rufen. Ein Hausnotruf mit Sender am Handgelenk oder an einer Kette ist dafür gedacht. Die Pflegekasse kann sich als technisches Pflegehilfsmittel an den Kosten beteiligen. Für den Hausnotruf arbeiten wir mit Partnerunternehmen zusammen. Sprechen Sie uns gerne an.
Was ist ein Hausnotruf?Stolperfallen am Bett
Bettvorleger, Hausschuhe vor dem Bett oder abgelegte Kleidung liegen genau dort, wo man nachts den ersten Schritt macht. Halten Sie den Bereich rund ums Bett frei. Ein Stuhl mit Armlehnen hilft beim Anziehen im Sitzen.
Sicher aufstehen, Stürze vermeiden
Bad
Nasse, glatte Flächen und enge Räume machen das Bad zu einem Ort mit erhöhter Sturzgefahr. Gleichzeitig lässt sich hier mit Umbauten und Hilfsmitteln viel erreichen.
Dusche und Badewanne
Der hohe Rand einer Badewanne oder eine Duschtasse mit Stufe wird mit den Jahren zum Risiko. Eine bodengleiche Dusche und ein Duschhocker machen das Waschen sicherer. Für den Umbau kann die Pflegekasse einen Zuschuss von bis zu 4.180 € je Maßnahme zahlen.
Zuschuss für den BadumbauHaltegriffe
Handtuchhalter, Waschbecken oder Duschvorhang geben keinen sicheren Halt, trotzdem greifen viele im Notfall danach. Fest montierte Haltegriffe an Dusche, Wanne und Toilette helfen beim Aufstehen und Hinsetzen.
Hilfsmittel richtig nutzen: PflegeschulungRutschiger Boden
Nasse Fliesen sind spiegelglatt. Rutschfeste Matten in und vor der Dusche und sofortiges Aufwischen von Wasser senken das Risiko. Wer sich beim Duschen unsicher fühlt, muss es nicht allein tun.
Hilfe beim Waschen und DuschenToilette
Eine niedrige Toilette macht das Aufstehen mühsam, besonders mit schwachen Beinen. Eine Toilettensitzerhöhung und Stützgriffe erleichtern es. Ist der nächtliche Weg zu weit, kann ein Toilettenstuhl am Bett eine Lösung sein.
Pflegehilfsmittel im ÜberblickLicht im Bad
Im Bad braucht es helles Licht, damit Pfützen und Kanten zu sehen sind. Ein Nachtlicht oder Bewegungsmelder sorgt dafür, dass niemand nachts im Dunkeln nach dem Schalter suchen muss.
Nachts sicher unterwegs: Sturzvorbeugung
Treppe
Treppen im Haus oder zur Wohnung werden mit nachlassender Kraft schnell zum Hindernis. Mit festem Halt, gutem Licht und manchmal einem Umbau bleiben sie begehbar.
Handlauf
Ein Handlauf auf nur einer Seite oder einer, der vor der letzten Stufe endet, gibt nicht genug Halt. Am sichersten sind feste Handläufe auf beiden Seiten, die über die ganze Treppe reichen.
Umbau mit Zuschuss der PflegekasseLicht und Stufenkanten
Auf schlecht beleuchteten Treppen verschätzt man sich leicht bei der letzten Stufe. Lichtschalter oben und unten und gut sichtbar markierte Stufenkanten helfen, jede Stufe klar zu erkennen.
Stürzen vorbeugen: kostenlose PflegeschulungTreppenlift
Wenn die Treppe trotz Handlauf nicht mehr sicher zu bewältigen ist, kann ein Treppenlift das Leben auf mehreren Etagen erhalten. Die Pflegekasse kann dafür einen Zuschuss von bis zu 4.180 € je Maßnahme zahlen. Sprechen Sie vor dem Einbau mit Ihrer Pflegekasse.
Treppenlift und Umbau: Zuschuss der PflegekasseSicher auf der Treppe
Wer beim Treppensteigen etwas trägt, hat keine Hand frei zum Festhalten. Nichts auf den Stufen abstellen, immer eine Hand am Handlauf und schwere Dinge von anderen tragen lassen. Manchmal ist es auch sinnvoll, den Alltag auf eine Etage zu verlegen.
Stürzen vorbeugen
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Häufig gestellte Fragen
Wie viel Zuschuss gibt die Pflegekasse für einen Umbau?
Die Pflegekasse kann ab Pflegegrad 1 bis zu 4.180 € je Maßnahme zuschießen, etwa für eine bodengleiche Dusche oder einen Treppenlift. Sprechen Sie vor dem Umbau mit Ihrer Pflegekasse und lassen Sie sich die Voraussetzungen erklären.
Bekomme ich ein Pflegebett von der Pflegekasse?
Technische Pflegehilfsmittel wie ein Pflegebett werden oft leihweise zur Verfügung gestellt. Fragen Sie bei Ihrer Pflegekasse nach, was dafür nötig ist.
Wo lauern zu Hause typische Sturzgefahren?
Häufige Gefahrenstellen sind nasse Böden im Bad, lose Teppiche, Kabel, schlechte Beleuchtung und Treppen. Auch der nächtliche Weg zur Toilette ist riskant. In der interaktiven Wohnung auf dieser Seite finden Sie Hinweise zu jedem Raum.
Quellen & Stand
Leistungsbeträge Stand: Januar 2026 (Quelle: Bundesministerium für Gesundheit: Leistungsansprüche der Versicherten im Jahr 2026 (Stand 04.11.2025)).
Zuletzt geprüft: 29.09.2026.
- § 40 SGB XI – Pflegehilfsmittel und wohnumfeldverbessernde Maßnahmen
- BMG – Leistungsbeträge der Pflegeversicherung 2026 (PDF)
Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Beratung durch Pflegekasse, Ärztin oder Arzt. Welche Leistungen im Einzelfall zustehen, entscheidet die Pflege- bzw. Krankenkasse.
Persönliche Unterstützung
In der kostenlosen Pflegeschulung von BESSER UMSORGT lernen Angehörige bei sich zu Hause, wie sie Stürzen vorbeugen und Hilfsmittel richtig einsetzen.
BESSER UMSORGT ist Ihr ambulanter Pflegedienst in Sinzig, Remagen und Bad Breisig.