Gesundheit im Pflegealltag

Trinken, Essen, Medikamente, Haut und Bewegung: alltagsnahe Hinweise für die Pflege zu Hause und wann Sie besser ärztlichen Rat einholen.

Kurz erklärt

Im Pflegealltag entscheiden oft kleine Dinge über das Wohlbefinden: regelmäßig trinken, ausreichend essen, Medikamente richtig einnehmen, die Haut im Blick behalten und in Bewegung bleiben. Diese Seite gibt allgemeine Hinweise für Angehörige. Sie ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Veränderungen, Unsicherheit oder Beschwerden fragen Sie bitte immer Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Gesundheit im Pflegealltag besteht aus vielen kleinen Dingen: ein Glas Wasser zur richtigen Zeit, die Tablette am Morgen, ein kurzer Blick auf die Haut. Die folgenden Hinweise sind allgemein gehalten. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung. Wenn sich etwas verändert oder Sie unsicher sind, fragen Sie bitte Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Genug trinken

Im Alter lässt das Durstgefühl häufig nach. Wer zu wenig trinkt, kann müde, schwindelig oder verwirrt werden. Stellen Sie Getränke gut sichtbar und in Reichweite hin, bieten Sie regelmäßig etwas an und verbinden Sie das Trinken mit festen Gelegenheiten, etwa den Mahlzeiten oder der Tablettengabe. Wie viel jemand trinken sollte, klären Sie ärztlich, besonders bei Herz- oder Nierenerkrankungen. Mehr dazu im Beitrag Trinken und Ernährung im Alter.

Gut essen

Appetit und Geschmack verändern sich, Kauen oder Schlucken fällt manchmal schwer. Kleine Portionen, Lieblingsgerichte und gemeinsames Essen helfen oft mehr als große Mahlzeiten. Achten Sie darauf, ob Kleidung plötzlich lockerer sitzt. Ungewollter Gewichtsverlust gehört in die Hausarztpraxis. Woran Sie eine Mangelernährung erkennen, lesen Sie unter Trinken und Ernährung im Alter.

Medikamente richtig einnehmen

Wer mehrere Medikamente nimmt, verliert leicht den Überblick. Ein aktueller Medikamentenplan hilft allen Beteiligten. Eine Wochen-Dosierbox macht sichtbar, ob eine Tablette genommen wurde. Medikamente nie eigenmächtig absetzen oder zerteilen; bei Fragen helfen Arztpraxis und Apotheke. Wer Anspruch auf einen Medikationsplan hat und wie Sie sicher mit Medikamenten umgehen, erklärt der Beitrag Medikamente im Pflegealltag sicher handhaben.

Wenn das Richten und Geben der Medikamente nicht mehr allein klappt, kann ein Pflegedienst das nach ärztlicher Verordnung als Behandlungspflege übernehmen. Mehr dazu auf unserer Seite Behandlungspflege zu Hause.

Haut schützen, Druckstellen vorbeugen

Wer viel liegt oder sitzt, hat ein höheres Risiko für Druckstellen. Regelmäßige Lagewechsel, gute Hautpflege und genug Trinken und Essen beugen vor. Sehen Sie sich die Haut täglich an, besonders an Steiß, Fersen und Hüften. Eine Rötung, die nicht wieder verschwindet, sollten Sie zeitnah ärztlich oder pflegerisch ansehen lassen. Wie Sie richtig lagern, lernen Sie in einer kostenlosen Pflegeschulung. Ausführlich geht es darum im Beitrag Haut- und Mundpflege, Druckgeschwüren vorbeugen.

In Bewegung bleiben

Jeder Schritt zählt. Kurze Wege in der Wohnung, Aufstehen zum Essen oder einfache Übungen im Sitzen erhalten Kraft und Gleichgewicht. Lassen Sie Ihren Angehörigen so viel wie möglich selbst tun. Welche Bewegung sinnvoll ist, besprechen Sie am besten ärztlich oder mit der Physiotherapie. Damit Bewegung sicher bleibt, lohnt ein Blick auf Stolperfallen in der Wohnung. Was außerdem gegen Stürze hilft und wie besserer Schlaf gelingt, lesen Sie unter Bewegung, Schlaf und Sturzvorbeugung.

Offen über Inkontinenz sprechen

Ungewollter Urinverlust ist im Alter häufig und oft behandelbar. Am Anfang steht eine ärztliche Abklärung. Wie Sie das Thema ansprechen, wer Inkontinenzprodukte bezahlt und wie Sie die Haut schützen, lesen Sie im Beitrag Inkontinenz: offen darüber sprechen, gut versorgt sein.

Gut durch heiße Tage

Hitze belastet ältere und pflegebedürftige Menschen besonders. Es hilft, regelmäßig zu trinken, Räume kühl zu halten und Medikamente vor dem Sommer ärztlich zu besprechen. Warnzeichen und Tipps finden Sie unter Hitze im Sommer.

Diabetes im Blick

Bei Diabetes kommen Blutzuckermessung, Insulin und die Kontrolle der Füße dazu. Welche Unterstützung ein Pflegedienst dabei leisten kann, lesen Sie auf der Seite Pflege bei Diabetes.

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Häufig gestellte Fragen

Wie viel sollte ein älterer Mensch am Tag trinken?

Das ist individuell verschieden und hängt zum Beispiel von Erkrankungen und Medikamenten ab. Bei manchen Herz- oder Nierenerkrankungen gilt eine ärztlich festgelegte Trinkmenge. Fragen Sie deshalb in der Hausarztpraxis nach, was für Ihren Angehörigen richtig ist.

Darf ich Tabletten zerkleinern, wenn das Schlucken schwerfällt?

Nicht ohne Rücksprache. Manche Tabletten dürfen nicht geteilt oder zerdrückt werden, weil sich sonst ihre Wirkung verändert. Fragen Sie in der Apotheke oder ärztlich nach, ob es eine andere Darreichungsform gibt.

Wer übernimmt Medikamentengabe oder Wundversorgung zu Hause?

Das kann ein ambulanter Pflegedienst als Behandlungspflege übernehmen. Dafür braucht es eine ärztliche Verordnung. Die Kosten trägt dann in der Regel die Krankenkasse, Erwachsene zahlen die gesetzliche Zuzahlung.

Quellen & Stand

Zuletzt geprüft: 29.09.2026.

Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Beratung durch Pflegekasse, Ärztin oder Arzt. Welche Leistungen im Einzelfall zustehen, entscheidet die Pflege- bzw. Krankenkasse.

Persönliche Unterstützung

Die Pflegefachkräfte von BESSER UMSORGT richten und geben Medikamente nach ärztlicher Verordnung, versorgen Wunden, messen Blutdruck und Blutzucker und stimmen sich dabei eng mit Ihren Ärzten ab.

BESSER UMSORGT ist Ihr ambulanter Pflegedienst in Sinzig, Remagen und Bad Breisig.